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Die Farbmaus (Mus musculus)


Das Dreilinden Gymnasium hält seit vielen Jahren Mäuse. Unser Mäuserich Speedy verbringt seinen Ruhestand zur Zeit bei seiner Pflegerin zu Hause. Um ihn bei seinen Aufgaben zu vertreten, wurden im September 2008 zwei junge Mäusemädchen angeschafft. Die beiden, Lilly und Hermine, überraschten uns am 23.09.08 mit 9 Jungen.

Die Farbmaus zählt zu der Familie der Nagetiere und verdankt ihren Namen ihrer weitgehenden Farbenvielfalt.

Mäuse sind nun schon seit mehr als 6000 Jahren bekannt. Ihre Zucht begann erstmals in Amrika und breitete sich dann über Europa aus.

Allgemein erreicht die Farbmaus eine Gesamtlänge von 15-19cm, wobei ca. 8-10cm auf den Schwanz entfallen. Ihr Gewicht beträgt etwa 40-60g und ihr Alter liegt im Schnitt bei drei Jahren.


Guppys (Poecilia reticulata)

Das Aquarium mit den unzähligen Guppys, auch Millionenfisch genannt, steht im Biologie-Fachraum und kann seinen entspannenden Einfluss auch während der Schulstunden auf die Schüler ausüben. Diese Fische zeigen eine reichhaltige Palette an Verhaltensweisen und durch ihre starke Vermehrung geben Sie Einblicke in genetische Regeln.

Ursprünglich kommen Guppys aus Mittelamerika und leben dort in unterschiedlichsten Lebensräumen. Sie sind daher sehr anpassungsfähig und als genügsame Aquarienfische geeignet.

Guppys sind lebendgebährend. Ein Weibchen kann alle 30 Tage ca. 20 bis 100 Junge zur Welt bringen. Dies stellt häufig ein Problem dar, da eine Überbevölkerung im Aquarium vermieden werden muss, da nicht nur der Bewuchs darunter leidet.


Die Fauchschabe (Gromphadorrhina portentosa)


Seit Herbst 2007 halten wir auf Anregung eines interessierten Schülers zwei Fauchschaben, Bärbel und Uschi. Die großen Insekten eröffnen auch jüngeren Schülern durch ihren ruhigen Charakter interessante Einblicke in die Welt der Gliederfüßer. Uschi ist leider zu Ostern 2008 verstorben. Dafür sorgte Bärbel in den großen Ferien für Nachwuchs. Die 20 Jungtiere hat Bärbel zunächst als Eier abgelegt und dann in ihrer Bauchtasche wohlbehütet ausgebrütet. Uschi wurde posthumen in Ulrich umgetauft.

Die aus Madagaskar stammende Fauchschabe trägt ihren Namen, weil sie fauchende und zischende Geräusche von sich geben kann.

Sie gehört zu der Gruppe der Schaben und ist somit eine der ältesten Insekten. D.h. sie existiert nun schon 350 Millionen Jahre auf dieser Welt!

Die Fauchschabe hat eine Lebenserwartung von höchstens 3 Jahren und kann bis zu 6 Zentimeter groß werden. Männchen und Weibchen lassen sich (eigentlich) gut unterscheiden, da das Männchen auf dem Halsschild zwei hörnerförmige Höcker trägt.

 


Die Heimchen (Acheta domesticus)

Das Heimchen ist eine Langfühlerschrecke aus der Familie der Echten Grillen (Gryllidae). Der wissenschaftliche Name beschreibt wesentliche Aspekte des Verhaltens und der Ökologie; Acheta bedeutet „Sänger“ und domesticus „häuslich“.

 

Das Verhalten der Tiere ist sehr interessant und bereichert den Unterricht. Die Gesänge der Tiere tragen zu der angenehmen Atmosphäre im Fachbereich Biologie bei.

 

Die Tiere erreichen eine Körperlänge von 16 bis 20 Millimetern. Sie sind etwas kleiner und schlanker als die Feldgrille (Gryllus campestris). Der Körper hat eine strohgelbe oder gelbbraune Grundfarbe. Das Halsschild und auch der Kopf besitzen eine schwarze Zeichnung. Die leicht verhärteten Vorderflügel werden in Ruhestellung waagerecht übereinander gelegt und bedecken nicht den hinteren Teil des Hinterleibs. Die Hinterflügel sind voll ausgebildet und werden in Ruhestellung zusammengerollt. Ihre Spitzen reichen über das Hinterleibsende hinaus.


Die Stabheuschrecken - Carausius morosus


Unsere Stabheuschrecken sind aus Eiern geschlüpft, die Gasttiere in dem Terrarium zurückgelassen haben. Die Jungtiere müssen sich während mehrerer Larvenstadien in 3-8 Monaten 4-5x häuten, bis sie ausgewachsen sind. Es fasziniert viele Schüler, wie die kleinen „Ästchen“ bedeutend an Größe zunehmen.

 

Die Stabheuschrecken gehören zu den Gespenstschrecken. Sie sind ein besonderes Beispiel für Mimese betreibende Tiere. Mimese bedeutet, dass ein Tier die Gestalt, Farbe und Haltung eines Teils seines Lebensraumes nachmacht, so dass Feinde es nicht mehr von der Umgebung unterscheiden können. Diese Anpassung verschafft ihm einen Selektionsvorteil.

Stabheuschrecken sehen daher wie trockene Äste aus.

 

Die Weibchen werden bis zu 110 mm lang und besitzen kürzere Antennen als die Männchen. Die Männchen erreichen eine Körperlänge von bis zu 75 Millimetern. Sie sind nicht nur deutlich kleiner, sondern auch sehr viel schlanker als die Weibchen. Sie besitzen keine Flügel. Die Grundfarbe ist graubraun bis beige, seltener dunkelbraun oder grün.

 

Die Tiere sind nachtaktiv und beginnen erst im Dunkeln mit der Nahrungsaufnahme, tagsüber wird jede unnötige Bewegung vermieden. Eine nicht durch Störung verursachte Bewegung erfolgt mit einem leicht zu den Seiten hin schaukelnden Gang, mit dem das Schaukeln eines Astes im Wind imitiert wird. Bei einer Störung können die Tiere, besonders die Männchen, allerdings auch relativ schnell laufen.



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