Zu Gast in einer schwedischen Familie

In Schweden scheint die Familie für jedes Mitglied sehr viel wichtiger zu sein als bei uns, das meiste scheint sich in und mit der Familie abzuspielen. Empfangen wurden wir alle sehr freundlich und es wurde auch gut darauf Rücksicht genommen, dass wir alle kein Wort schwedisch sprachen. Das eine oder andere schwedische Wort wurde uns sogar beigebracht. In meiner Familie haben sie sich für mich alle extra auf Englisch unterhalten.
Obwohl jedes Familienmitglied schon auf der Arbeit oder in der Schule mittags gegessen hatte wurde abends noch einmal zusammen gegessen, hierzu gab es natürlich auch immer Knäckebrot mit Butter und man trank Milch. Ich durfte aber zum Glück auch etwas „Normales“ trinken. Weil ich zu Besuch war, hatte die Mutter natürlich auch einmal versucht etwas typisch Schwedisches zu kochen, das war dann allerdings nur eine Vorspeise, welche die Kinder der Familie nicht gern aßen und auch die Eltern nicht sehr gern. Es war eine Art Matjes in rosa Pfeffer, dazu gab es Kartoffeln und Sauerrahm. Da ich auch nicht besonders gerne Fisch esse, fand ich es auch nicht so schmackhaft, doch für Fischfans bestimmt sehr interessant.
Die Familie, die mich aufgenommen hatte, lebte genau so, wie man es sich hier in Deutschland vorstellt: ein rotes Haus mit weißen Fensterrahmen und die Inneneinrichtung von IKEA.
Ich habe mich in meiner Gastfamilie sehr wohl gefühlt, denn sie waren nicht zu aufdringlich aber haben sich trotzdem gut um mich gekümmert und ich konnte mich fast wie zuhause fühlen. Ich habe auch mein eigenes Zimmer bekommen und konnte mich überall bedienen, wenn ich wollte. Alles in allem hat es mir in meiner Gastfamilie sehr gut gefallen.
Maike Fischer

Stockholm-Schwedens Hauptstadt

Stockholm, die Hauptstadt Schwedens, hat uns Berliner ,,Großstadtkinder’’ überzeugt, dass der Norden Europas auch attraktive Seiten zu bieten hat.
Diese Stadt besitzt auf Grund der Tatsache, dass sie auf mehreren Inseln erbaut ist, einen ganz besonderen Charme, den man in anderen Städten niemals auffinden würde. Denn durch das weitläufige, rauschende Wasser, welches die Stadt umgibt und durchquert, erhält Stockholm ein romantisches und idyllisches Flair, welches auch von der meist vorhandenen Kälte nicht beeinträchtigt, sondern sogar unterstützt wird. Außerdem kann man z.B. bei einer Schnitzeljagd durch die SAltstadt, bei der man die deutschen Wurzeln Stockholms sucht, extreme Höhenunterschiede innerhalb der Stadt feststellen. Natürlich bietet Stockholm, wie es jede Hauptstadt tun sollte, viele nette Cafés, Restaurants und Läden.
Doch was noch sehr besonders an der schwedischen Hauptstadt ist, sind ihre zwei völlig verschiedenen Seiten: Auf der einen Seite findet man dort sehr belebte und mit Autos befahrene Straßen. Doch auf der anderen Seiten gibt es auch Plätze, nicht weit vom Zentrum entfernt, von wo aus man ganz Stockholm überblicken kann, und den Eindruck hat, man würde sich nicht direkt in einer Hauptstadt befinden, weil dort alles grün und natürlich ist.
Somit waren wir uns am Schluss alle einig, dass es eine sehr schöne Reise in den Norden war, die uns um einen Einblick in die schwedische Großstadtkultur bereichert hat.
Theresa Dames

Der Schulalltag in Schweden

Die schwedischen Schulen unterscheiden sich nicht nur in ihrem ausgeklügelten Schulsystem von den unseren, sondern es zeigte sich auch ein Lehrer –Schüler-Verhältnis, das unterschiedlicher als das unsere nicht sein kann. Während bei uns meist streng zwischen Schülern und Lehrern getrennt wird, haben in Schweden die beiden Seiten ein fast schon freundschaftliches Verhältnis zueinander.
Trotz des lockeren Umgangs auch während des Unterichts, herrscht dort eine klare Ordnung.
Wie schon erwähnt ist auch das schwedische Schulsystem ein anderes.
Statt einem Abitur nach 13Jahre, endet die Schule in Schweden schon nach 12 Jahren.
Es gibt außerdem kein Gymnasium, das mit der 7.Klasse anfängt, denn es beginnt erst mit der 10.Klasse.
Es gibt vier verschiedene Zweige, die auf unterschiedliche Berufsbereiche hinarbeiten.
Der erste Zweig ist der naturwissenschaftliche, es werden Fächer wie Biologie, Mathe und Physik in den Vordergrund gestellt. Der zweite Zweig befasst sich mit Sprachen, es müssen mindestens drei Sprachen erlernt werden. Der dritte Zweig geht in den Sozialwissenschaftlichen Bereich während der vierte auf einen Beruf im Pflegebereich hinarbeitet (Bsp. Krankenpfleger, Arzt).
Natürlich bedeuten diese Zweige nicht, dass man auch genau das machen muss, was man gewählt hat, sie dienen nur als Hilfen.
Während unseres Aufenthalts haben wir viele Unterschiede zwischen der schwedischen Lebensweise und der deutschen feststellen können, jedoch ist der schulische Unterschied finde ich dennoch der größte.
Sarah Melke

Bilder von der Stockholmreise 2008


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