Dreilinden Gymnasium

Tiere im Dreilinden Gymnasium

 

Das Dreilinden Gymnasium hält seit vielen Jahren Tiere in der Biologie, welche beim Vermitteln vom Unterrichtsinhalten und Kompetenzen helfen.

 

Aktuelle Tierarten: Rennmäuse, Fauchschaben

Seit vielen Jahren hält der Fachbereich Biologie Wüstenrennmäuse. Die zwei Mäusemädchen Funny und Cookie sind seit Mai 2014 in der Dreilinden OG und vertreten ihre Vorgängerinnen Jerry und Sissi.

Die Wüstenrennmäuse, Mongolische Rennmäuse, zählen zu der Familie der Nagetiere und bewohnen die Wüsten, Halbwüsten, Steppen und Grasländer in der Mongolei und in angrenzenden Gebieten im Norden Chinas, in der Mandschurei sowie im Süden Sibiriens. Seit den 1960er Jahren gibt es sie als Haustiere in Europa. Die Mongolische Rennmaus ist die am häufigsten als Heimtier gehaltene Rennmaus.

Die Wüstenrennmäuse sind tag- und nachtaktiv, leben in Gruppen und müssen deshalb mindestens zu zweit gehalten werden. Die Wüstenrennmäuse werden 3-4 Jahre alt oder manchmal sogar etwas älter. Sie halten weder Winter- noch Sommerschlaf.

Allgemein erreicht die Rennmaus eine Körperlänge von 9,7 bis 13,2 cm, eine Schwanzlänge von 8,5 bis 11 cm und eine Hinterfußlänge von 2,4 bis 3,2 cm. Männchen sind etwas größer als Weibchen. Die Männchen wiegen zwischen 80 bis 100 Gramm und Weibchen zwischen 70 bis 90 Gramm. Das Fell ist kurz, die Augen sind schwarz und die Schnurrbarthaare sind 5 bis 40 mm lang. Es gibt sie in vielen Farbvarianten.

Pro Tag nehmen die Rennmäuse 5-7g Futter auf. Sie sind Pflanzenfresser, ernähren sich durch Samen und den Grünteil vieler Pflanzen. Zusätzlich brauchen sie aber ab und zu mal etwas tierische Proteine.

Die Paarungszeit der Wüstenrennmäuse ist von Februar bis September. Weibchen können bis zu drei Würfe im Jahr bekommen. Nach einer Tragzeit von 20-30 Tagen werden bis zu 12 Jungtiere geboren. Danach kümmern sich beide Elternteile um die Jungtiere, welche nackt, mit verschlossenen Augen und Ohren und mit einem Gewicht von 3g zur Welt kommen.

 

Damit sich die Rennmäuse auch als Haustiere richtig wohl fühlen, muss man allerdings ein paar Dinge beachten.

  • Raumtemperatur 19-24 Grad Celsius
  • nicht im Zug stehen
  • Einstreu: Hanf wird empfohlen, denn der Staub vom normalen Einstreu kann die Augen und die Nase bzw. die Atemwege reizen;  die Mäuse sind unterschiedlich empfindlich
  • Futter:
    • Grundfutter: 10g pro Maus und Tag anbieten, nicht zu viel Fettfutter
    • Saftfutter, dient zur Wasserversorgung
      • je Maus unterschiedlich, so viel anbieten, dass die Rennmäuse ihr Gewicht halten und jedes Tier etwas bekommt

       

  • Trinkwasser
  • Sandbad: sehr wichtig für Fellpflege und Regulierung der Körpertemperatur
  • Abwechslung:
    • Äste, Pappe, erlaubtes Nagematerial (siehe Mäusepflegeplan)
    • ab und zu mal Auslauf
  • Laufrad aus Holz, um ihr Laufbedürfnis zu stillen
  • Käfig sollte so gut wie aus keinem Plastik bestehen oder beinhalten

 

In der Schule gibt es ein Labyrinth für die Rennmäuse, wo sie nach und nach dran gewöhnt werden und dann erlernen das Futter zu suchen. Dies bietet den Rennmäusen in der Schule zusätzlich noch Abwechslung.

 

Link zur Pflegeliste

 

Die zwei Rennmausmädchen Jerry und Sissi lebten in der Schule vom Winter 2012 bis zum Sommer 2014 .

Madegassische  Fauchschaben: (Gromphadorrhina portentosa)

Seit Herbst 2007 halten wir auf Anregung eines interessierten Schülers zwei Fauchschaben, Bärbel und Uschi. Die großen Insekten eröffnen auch jüngeren Schülern durch ihren ruhigen Charakter interessante Einblicke in die Welt der Gliederfüßer. Uschi ist leider zu Ostern 2008 verstorben. Dafür sorgte Bärbel in den großen Ferien 2008 für Nachwuchs. Die 20 Jungtiere hat Bärbel zunächst als Eier abgelegt und dann in ihrer Bauchtasche wohlbehütet ausgebrütet. Uschi wurde posthumen in Ulrich umgetauft.

Die aus Madagaskar stammende Fauchschabe trägt ihren Namen, weil sie fauchende und zischende Geräusche von sich geben kann. Sie gehört zu der Gruppe der Schaben und ist somit eines der ältesten Insekten. D.h. sie existiert nun schon 350 Millionen Jahre auf dieser Welt! Die Fauchschabe hat eine Lebenserwartung von höchstens 3 Jahren und kann bis zu 6 Zentimeter groß werden. Männchen und Weibchen lassen sich (eigentlich) gut unterscheiden, da das Männchen auf dem Halsschild zwei hörnerförmige Höcker trägt.

Ehemalige Tiere:

Stabheuschrecken, Guppys, Heimchen, Farbmäuse, Fauchschaben, Rennmäuse

 

Farbmäuse: (Mus musculus)

Die Farbmaus zählt zu der Familie der Nagetiere und verdankt ihren Namen ihrer weitgehenden Farbenvielfalt. Mäuse sind bereits seit mehr als 6000 Jahren bekannt. Ihre Zucht begann erstmals in Amerika und breitete sich dann über Europa aus. Allgemein erreicht die Farbmaus eine Gesamtlänge von 15-19cm, wobei ca. 8-10cm auf den Schwanz entfallen. Ihr Gewicht beträgt etwa 40-60g und ihr Alter liegt im Schnitt bei ein bis zwei Jahren.

Das Dreilinden Gymnasium hält seit vielen Jahren Mäuse. Unser Mäuserich Speedy wurde mit fast drei Jahren sehr alt. Die beiden Mäusemädchen, Lilly und Hermine, überraschten uns am 23.09.08 mit 9 Jungen.

Stabheuschrecken:- Carausius morosus

Unsere Stabheuschrecken sind aus Eiern geschlüpft, die Gasttiere in einem Terrarium zurückgelassen haben. Die Jungtiere müssen sich während mehrerer Larvenstadien in 3-8 Monaten 4-5mal häuten, bis sie ausgewachsen sind. Es fasziniert viele Schüler, wie die kleinen „Ästchen“ bedeutend an Größe zunehmen.

 

Die Stabheuschrecken gehören zu den Gespenstschrecken. Sie sind ein besonderes Beispiel für Mimese betreibende Tiere. Mimese bedeutet, dass ein Tier die Gestalt, Farbe und Haltung eines Teils seines Lebensraumes nachahmt, so dass Feinde es nicht mehr von der Umgebung unterscheiden können. Diese Anpassung verschafft ihm einen Selektionsvorteil.

Stabheuschrecken sehen daher wie trockene Äste aus.

 

Die Weibchen werden bis zu 110 mm lang und besitzen kürzere Antennen als die Männchen. Die Männchen erreichen eine Körperlänge von bis zu 75 Millimetern. Sie sind nicht nur deutlich kleiner, sondern auch sehr viel schlanker als die Weibchen. Sie besitzen keine Flügel. Die Grundfarbe ist graubraun bis beige, seltener dunkelbraun oder grün.

 

Die Tiere sind nachtaktiv und beginnen erst im Dunkeln mit der Nahrungsaufnahme, tagsüber wird jede unnötige Bewegung vermieden. Eine nicht durch Störung verursachte Bewegung erfolgt mit einem leicht zu den Seiten hin schaukelnden Gang, mit dem das Schaukeln eines Astes im Wind imitiert wird. Bei einer Störung können die Tiere, besonders die Männchen, allerdings auch relativ schnell laufen.

Guppys:  (Poecilia reticulata)

Das Aquarium mit den unzähligen Guppys, auch Millionenfisch genannt, stand im Biologie-Fachraum und konnte seinen entspannenden Einfluss auch während der Schulstunden auf die Schüler ausüben. (Leider wurde das Aquarium bei einer Sicherheitsbegehung bemängelt und ist inzwischen abgeschafft worden.) Diese Fische zeigen eine reichhaltige Palette an Verhaltensweisen und durch ihre starke Vermehrung Einblicke in genetische Regeln. Ursprünglich kommen Guppys aus Mittelamerika und leben dort in unterschiedlichsten Lebensräumen. Sie sind daher sehr anpassungsfähig und als genügsame Aquarienfische geeignet.

Guppys sind lebendgebärend. Ein Weibchen kann alle 30 Tage ca. 20 bis 100 Junge zur Welt bringen. Dies stellt häufig ein Problem dar, da eine Überbevölkerung im Aquarium vermieden werden muss, damit nicht nur der Bewuchs darunter leidet.

Heimchen:

 

Die Heimchen (Acheta domesticus)

Das Heimchen ist eine Langfühlerschrecke aus der Familie der Echten Grillen (Gryllidae). Der wissenschaftliche Name beschreibt wesentliche Aspekte des Verhaltens und der Ökologie; Acheta bedeutet „Sänger“ und domesticus „häuslich“.

 

Das Verhalten der Tiere ist sehr interessant und kann den Unterricht bereichern. Die Gesänge der Tiere tragen dann zu der angenehmen Atmosphäre im Fachbereich Biologie bei.

 

Die Tiere erreichen eine Körperlänge von 16 bis 20 Millimetern. Sie sind etwas kleiner und schlanker als die Feldgrille (Gryllus campestris). Der Körper hat eine strohgelbe oder gelbbraune Grundfarbe. Das Halsschild und auch der Kopf besitzen eine schwarze Zeichnung. Die leicht verhärteten Vorderflügel werden in Ruhestellung waagerecht übereinander gelegt und bedecken nicht den hinteren Teil des Hinterleibs. Die Hinterflügel sind voll ausgebildet und werden in Ruhestellung zusammengerollt. Ihre Spitzen reichen über das Hinterleibsende hinaus.