Dreilinden Gymnasium

Latein

Informationen zum Wahlpflichtfach Latein

 

Für das Wahlpflichtfach Latein sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich. Im Vergleich zu den anderen Wahlpflichtfächern ist Latein längerfristig angelegt, es kann bei guten Lern­erfolgen daher auch als Abiturprüfungsfach (schriftliches oder mündliches Prüfungsfach oder als Fach für die 5. Prüfungskomponente) gewählt werden. Ohne zusätzliche Prüfungen erwerben die Schüler, die das 3. Semester im Fach Latein erfolgreich, d.h. mit mindestens 5 Punkten (=ausreichend) abschließen, die Qualifikation des Latinums. Dies erleichtert ihnen die Arbeit an der Universität in zahlreichen Studiengängen (wie etwa Jura, Medizin, Pharmazie, Philosophie, Theologie, Geschichte, Sprachen, Archäologie etc.) erheblich. Das Fach kann nur ab der 8. Klasse gewählt werden, ein späterer Einstieg ist nicht mehr möglich.

Latein, die Herrschaftssprache der Römer, hat auf alle damals im Mittelmeerraum bestehen­den Sprachen stark eingewirkt und ist damit zu einer Grund­lagensprache geworden, deren Kenntnis das Erlernen vieler anderer Sprachen (etwa Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch etc.) erleichtert.

Neben der sprachlichen Fertigkeit werden auch wichtige Inhalte vermittelt. Der Kulturkreis der Antike wird den Schülern erschlossen. Das Leben der Menschen (Geschichte), ihre Art zu denken (Philosophie), ihre Kunst zu reden (Rhetorik) und ihre sonstigen kulturellen Leistungen (Dichtung, Kunst, Architektur etc.) werden den Schülern - vor allem im Kursbereich - nahe gebracht. Die Kenntnis einer Alternative zur heutigen Gesellschaft mit ihren Werten bewirkt eine Erweiterung des geistigen Horizonts, die die Urteilsfähigkeit der Schüler stärkt und ihnen die eigene geistige Standortbestimmung erleichtert.

Im Übrigen war Latein seit dem 16. Jahrhundert die Sprache des gebildeten Bürgertums. Ob man Inschriften an Häusern, Aufschriften auf Münzen, das Motto des "Tagesspiegels" oder auch Wappensprüche in den USA betrachtet, was für "die Ewigkeit- formuliert werden sollte, wurde in lateinischer Sprache formuliert. Auch viele Fremdwörter, die insbesondere in wissenschaftlichen Texten zu finden sind, lassen sich oft von lateinischen Wörtern ableiten und sind daher für Latein­schüler leichter verständlich.

 

Der Unterricht gliedert sich in zwei Phasen:

 

1. Die Phase des sog. Sprachenerwerbs, in der wichtige Grundlagen zur Grammatik (Wort- und Satzlehre) gelegt werden;

2. die Lektürephase, in der bedeutende Autoren der römischen Antike im Original gelesen und interpretiert werden.

Näheres dazu finden Sie in den Rahmenlehrplänen für Latein als 3. Fremdsprache im Internet unter:

 

http://www.berlin.de/sen/bildung/schulorganisation/lehrplaene/

 

Der Unterricht ist in Klasse 8 und 9 dreistündig pro Woche angelegt, in Klasse 10 zweistündig. Es werden in den Klassen 8 bis 10 zwei Klassenar­beiten pro Halbjahr geschrieben, in Klasse 11 werden drei Klausuren pro Jahr und im Kurssystem wird eine Klausur pro Semester gefordert.

 

Exkursionen:

Im jährlichen Wechsel finden jahrgangsübergreifend (Klasse 11 und 12) Kursfahrten nach Trier, die ehemalige Augusta Treverorum, und Rom statt.

Der laufende Untericht wird begleitet von Museums- und Ausstellungsbesuchen der Berliner Museen, allen voran Antikensammlung, Pergamonmuseum und Gemäldegalerie.