Dreilinden Gymnasium

Kurzbeschreibung

Beitrag zum Wettbewerb "Unsere mobile Welt 2022":

 

Laufbänder für die City des 21. Jahrhunderts

Im Jahr 2008 leben erstmals mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Im Jahr 2030 wird sich das Verhältnis von städtischer zu ländlicher Bevölkerung zu Gunsten der Städte noch weiter verschieben auf 60 zu 40, man kann davon ausgehen, dass das zukünftige Bevölkerungswachstum von heute knapp 6,6 Mrd. auf 8,2 Mrd. Menschen im Jahr 2030 komplett von den Städten aufgenommen werden muss. (www.weltbevoelkerung.de)

"Unsere mobile Zukunft im Jahre 2022" muss demnach in vorrangig hochverdichteten städtischen Räumen stattfinden. Also wollten wir nach Alternativen zum Individualverkehr und zum klassischen ÖPNV suchen:

Wie können sich Menschen in diesen hochverdichteten städtischen Räumen im Jahr 2022 effizient, sicher, auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten, fortbewegen?

Die Idee:

Förderbänder oder Laufbänder, die mit optimaler Energieausnutzung laufen und via Skywalks oder ebenerdig im hochverdichteten städtischen Raum bei größtmöglicher individueller Nutzung Mobilität und Flexibilität für die Menschen gewährleisten.

Das Modell:

Dazu haben wir ein Modell entworfen und selbst gebaut, das exemplarisch ein solches Förderband in dreidimensionaler Darstellung zeigt. Die Energieversorgung des Projektes soll autark und umweltverträglich sein, sie steht gewissermaßen auf zwei Beinen:

1. Wasserkraftwerke oder Strömungskraftwerke liefern die Anschub- oder Startenergie, im Modell durch ein Wasserkraftwerk dargestellt. (Überschüssig produzierte Energie kann in das öffentliche Stromversorgungsnetz eingespeist werden.)

2. Im Förderband selbst sind Spulen die Energielieferanten, elektrische Spannung wird durch Induktion gewonnen, durch einen Spannungswandler wird dann Strom erzeugt. Für diesen Prozess sind Spulen mit enormer Windungszahl notwendig. Sie sollen auf einer Magnetachse gelagert sein, wodurch die Energie abgreifbar gemacht werden soll.

Unser Förderband basiert auf dem Modell eines normalen Förderbandes, wie es in vielen Bereichen von Industrie, Gewerbe und Handwerk Anwendung findet. In geschlossenen klimatisierten Kabinen, die auf die Förderbänder montiert sind, gelangen die Fahrgäste von A nach B. Die Verteilung der Haltestationen mit benutzerfreundlichen Ein- und Aussteigemodalitäten soll variabel sein, um möglichst viele Fahrgäste zu binden. In den Förderkabinen stehen Einrichtungen mit "Infotainment-Charakter" zur Verfügung. So können Fahrgäste zu Kulturstätten, Stadtbild, Geschichte, Tagegeschehen oder bevorstehenden Kulturveranstaltungen informiert werden.

Die Realisation:

In der Anwendung sollen die Förder- oder Laufbänder dem Prinzip des Hub-and-Spoke folgen und so Verbindungen zwischen zwei Punkten A und B nicht direkt, sondern über zentrale Knoten (Z), die Hubs, schaffen. Laufbänder sind besonders gut geeignet für die meist kürzeren Wege der Spokes, die radial auf den Hub zulaufen, sie können aber auch für die Wege zwischen den Hubs eingesetzt werden.

In der "Hochhaus-City des 21. Jahrhunderts", in Innenstädten mit hoher Bebauungsdichte und hoher Geschossflächenzahl, bietet der Einsatz von Laufbändern in Form von Skywalks, die einzelne Hochhäuser in der Höhe miteinander verbinden, eine Alternative zur ebenerdigen Fortbewegung, da sie die Wege verkürzen und zeitsparend sind.

In der beigefügten Power-Point-Präsentation ist dieses Prinzip für das Raumbeispiel Berlin mit dem Potsdamer Platz veranschaulicht. Vom Hub ausgehend, hier beispielsweise dem Sony Center, könnten Skywalks mit Laufbändern die Gebäudekomplexe von BahnTower, Kohlhoff-Tower, Daimler Chrysler-Gebäude, Sony Center, Beisheim-Center und Dellbrück-Hochhaus miteinander verbinden.

Die Anbindung an die weiter entfernt liegenden Hubs oder Spokes (Kulturforum, Leipziger Platz, Regierungsviertel, Hauptbahnhof, Kreuzberg) kann angepasst an die jeweiligen Erfordernisse ebenerdig oder per Skywalks erfolgen.

 

Repräsentanten des Leistungskurses:

Vanessa Domscheit

Janice Kamenka

Cenk Papke

Claudius Walker

Sophie Werner

 

Betreuende Lehrkraft:

Petra Kneip

 

Das übrige Team:

Katharina Bursé

Ferhat Duymaz

Niklas Kunke

Nadine Narnbach

Johanna Penzlin

Henrik Studier

Lisa Tiggelkamp

Dennis Trutty

Jessica Wegner

Neron Zejnullahu